Sachsen wird oft übersehen – und das ist ein Fehler. Hier warten eine der schönsten Barockkulissen Europas, eine kreative Stadt mit musikalischer Seele, Sandsteintürme wie aus einem Fantasyfilm und der älteste Weihnachtsmarkt des Landes. Dieser Reiseführer zeigt dir, wie du Sachsen am besten planst.
Warum Sachsen?
Im Osten Deutschlands, an der Grenze zu Polen und Tschechien, war Sachsen jahrhundertelang einer der reichsten Höfe Europas. Die Kurfürsten füllten Dresden mit Palästen und Kunstschätzen, während Leipzig zur Stadt des Handels, der Bücher und der Musik wurde.
Heute verbindet Sachsen Museen von Weltrang, lebendige Viertel, ein Weintal an der Elbe und herrliche Wanderungen in der Sächsischen Schweiz – meist mit weniger Andrang als im Westen.
Sachsen Sehenswürdigkeiten
Dresden
Die wiederaufgebaute Frauenkirche, der barocke Zwinger, die Semperoper und die funkelnden Schätze des Grünen Gewölbes. Auf der anderen Elbseite ist die Neustadt voller Bars, Street Art und Hinterhöfe.
Leipzig
Die Stadt von Bach und Mendelssohn, mit der Thomaskirche, in der Bach Kantor war, und der Nikolaikirche, wo 1989 die friedlichen Proteste begannen. Ehemalige Fabriken wie die Spinnerei sind heute Galerien und Ateliers.
Die Sächsische Schweiz
Ein Nationalpark aus Sandsteintürmen und Schluchten an der Elbe. Zur Basteibrücke wandern für den berühmten Ausblick oder den Malerweg gehen.
Meißen und Moritzburg
Meißen ist die Heimat des ersten europäischen Porzellans und hat eine Burg hoch über der Elbe. Schloss Moritzburg liegt mitten in einem See und ist als Filmkulisse berühmt.
Görlitz
Eine wunderbar erhaltene Altstadt an der polnischen Grenze, so fotogen, dass sie eine beliebte Filmkulisse ist – mit Bauten von der Gotik bis zum Jugendstil.
Beste Reisezeit für Sachsen
Mai bis September ist ideal für Wanderungen, Elbfahrten und Biergärten. Im Herbst feiern die Winzer im Elbtal ihre Weinfeste. Im Advent machen der Dresdner Striezelmarkt – einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands – und die Holzkunst aus dem Erzgebirge die Region magisch.
Anreise und unterwegs in Sachsen
Dresden und Leipzig haben Flughäfen, doch viele kommen mit dem Zug: Von Berlin nach Leipzig oder Dresden dauert es rund zwei Stunden oder weniger. Regionalzüge und die S-Bahn fahren nach Meißen und in die Sächsische Schweiz, und im Sommer schippern historische Raddampfer von Dresden die Elbe hinauf. Ein Auto braucht man nur für abgelegene Ecken.
Sachsen-Reise: Ideen
- Drei Tage: Dresden (zwei Tage) und ein Wandertag in der Sächsischen Schweiz.
- Fünf Tage: Dresden, Meißen, die Sächsische Schweiz und Leipzig.
- Weihnachtsreise: die Dresdner Märkte, das Erzgebirge und Leipzig.
Was man in Sachsen essen sollte
Probiere den Dresdner Christstollen, die Eierschecke, Quarkkeulchen und Sauerbraten. Sachsen keltert außerdem Wein an der Elbe und braut bekannte Biere wie Radeberger.
Sachsen Reisetipps
- Das Historische Grüne Gewölbe vorab buchen: Der Eintritt hat Zeitfenster.
- Gutes Schuhwerk in der Sächsischen Schweiz – manche Wege haben Leitern und Stufen.
- Städte per Bahn verbinden: Dresden und Leipzig liegen gut eine Stunde auseinander.
- Im Advent kommen für die stimmungsvollsten Weihnachtsmärkte Deutschlands.
Häufige Fragen zu Sachsen
Dresden oder Leipzig – welche Stadt?
Dresden für Barock und Kunstschätze; Leipzig für Musik, Nachtleben und eine junge, kreative Szene. Am besten beide – sie liegen nah beieinander.
Wie kommt man von Dresden zur Basteibrücke?
Mit der S-Bahn bis Kurort Rathen (rund 40 Minuten), mit der Fähre über die Elbe und dann zu Fuß hinauf – oder mit dem Auto zum Parkplatz nahe der Brücke.
Wie viele Tage braucht man für Sachsen?
Drei Tage für Dresden und die Sächsische Schweiz; fünf Tage, um Leipzig und Meißen dazuzunehmen.
