Sieben Inseln, sieben Welten – und das ganze Jahr dieselbe milde Sonne. Die Kanaren liegen im Atlantik vor der Küste Afrikas und sind doch so spanisch wie Tapas. Dieser Reiseführer hilft dir, die richtige Insel für deine Reise zu finden.
Warum die Kanarischen Inseln?
Die Kanaren sind berühmt für ihren ewigen Frühling: Die Temperaturen bewegen sich fast immer zwischen 18 und 26 °C – das macht sie zum Winterziel Nummer eins in Europa. Doch es gibt weit mehr als Strände: Spaniens höchsten Berg, mondähnliche Vulkanlandschaften, uralte Lorbeerwälder und einige der klarsten Nachthimmel der Erde.
Jede Insel hat ihren eigenen Charakter – also gut auswählen oder Inselhopping machen.
Welche Insel passt zu dir?
Teneriffa
Die größte Insel, gekrönt vom Teide (3.715 m), Spaniens höchstem Gipfel und Nationalpark. Kombiniere den Vulkan mit der Altstadt von La Laguna, den Klippen von Los Gigantes und dem grünen Anaga-Gebirge.
Gran Canaria
Ein „Kontinent im Kleinen“: die Dünen von Maspalomas im Süden, Bergdörfer und der Roque Nublo in der Mitte und mit Las Palmas eine lebendige Hauptstadt mit tollem Stadtstrand.
Lanzarote
Vulkanisch und spektakulär: die Feuerberge von Timanfaya, Weinreben in schwarzer Asche in La Geria und die Kunst und Architektur von César Manrique, der den flachen, harmonischen Baustil der Insel prägte.
Fuerteventura
Endlose goldene Strände und ständiger Wind – perfekt zum Surfen, Windsurfen und Kitesurfen, vor allem rund um Corralejo und Sotavento.
La Palma, La Gomera und El Hierro
Die ruhigeren, grüneren Inseln: Sternwarten und Sternenhimmel auf La Palma, der Lorbeerwald von Garajonay auf La Gomera und die wilde, unberührte Küste von El Hierro.
Beste Reisezeit für die Kanaren
Das ganze Jahr. Oktober bis April ist Hochsaison, wenn Nordeuropäer der Wintersonne folgen. Der Frühling ist ideal zum Wandern, und der Sommer ist dank der Passatwinde warm, aber selten drückend heiß. Ab und zu bringt die *Calima* – Saharastaub – diesige, heißere Tage.
Höhepunkt des Jahres: der Karneval von Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas im Februar, einer der größten der Welt.
Anreise und unterwegs auf den Kanaren
Jede größere Insel hat einen Flughafen mit Direktflügen vom spanischen Festland und aus weiten Teilen Europas. Zwischen den Inseln fährt man mit Fähren oder nimmt kurze Inselflüge. Auf jeder Insel ist ein Mietwagen die beste Wahl; Busse (*Guaguas*) bedienen die Hauptstrecken.
Kanaren-Reise: Ideen
- Eine Woche Teneriffa: Teide, La Laguna, Anaga, Los Gigantes und eine Wal- und Delfinbeobachtung.
- Inselhopping: Gran Canaria und Teneriffa, verbunden durch eine kurze Fährfahrt.
- Vulkane und Strände: Lanzarote und Fuerteventura, nur eine halbe Stunde per Schiff voneinander entfernt.
Was man auf den Kanaren essen sollte
Probiere unbedingt Papas arrugadas con mojo – kleine Salzkartoffeln mit roter und grüner Soße –, dazu frisch gegrillten Fisch, Ziegenkäse und Gofio, ein geröstetes Getreidemehl, das in vielen Gerichten steckt. Zum Trinken: Vulkanweine aus Lanzarote und Teneriffa.
Kanaren Reisetipps
- Zeitzone: Auf den Inseln ist es eine Stunde früher als auf dem spanischen Festland (und in Deutschland).
- Zwiebellook: Auf dem Teide kann es kalt sein, auch wenn es am Strand heiß ist.
- Teide-Gipfel: Für den Weg bis ganz nach oben braucht man eine kostenlose Genehmigung, die vorab reserviert werden muss.
- Sonnenschutz: Die Sonne ist stärker, als es sich mit der Brise anfühlt.
Häufige Fragen zu den Kanaren
Welche Insel eignet sich für den ersten Besuch?
Teneriffa oder Gran Canaria: Beide verbinden Strände, Berge und Städte und haben die meisten Flüge.
Ist es auf den Kanaren im Winter warm?
Ja. Tagsüber sind es im Winter meist 20–24 °C, auch wenn das Meer kühler ist als im Sommer.
Kann man mehrere Inseln auf einer Reise besuchen?
Ja. Fähren und kurze Flüge machen Inselhopping einfach; Teneriffa–La Gomera und Lanzarote–Fuerteventura sind klassische Kombinationen.
