Schottland ist ein kleines Land mit riesigen Landschaften. Auf einer einzigen Reise kannst du die Royal Mile hinauf zu einer Burg auf einem alten Vulkan gehen, durch menschenleere Täler fahren, mit der Fähre auf eine Insel mit weißen Stränden übersetzen und den Tag mit einem Whisky im Dorfpub beenden. Dieser Schottland Reiseführer hilft dir, Regionen, Reisezeit und die einfachste Art der Fortbewegung zu wählen.
Warum Schottland dein nächstes Reiseziel sein sollte
Zwei großartige Städte, Edinburgh und Glasgow; die Berge und Lochs der Highlands; Hunderte von Inseln; und eine Geschichte von Clans, Königen und Burgen, die man noch auf fast jedem Hügel sieht. Schottland gehört außerdem zu den besten Wanderzielen Europas: Dank des Scottish Outdoor Access Code darfst du die meisten Flächen zu Fuß durchqueren, solange du dich verantwortungsvoll verhältst.
Und die Gastfreundschaft ist legendär – ein Gespräch an der Bar oder ein Ceilidh-Tanz werden oft zur schönsten Erinnerung der Reise.
Wohin in Schottland: die Regionen im Überblick
Edinburgh und die Lothians
Altstadt und Neustadt der Hauptstadt gehören zum UNESCO-Welterbe: die Burg, die Royal Mile, Arthur’s Seat und elegante georgianische Straßen. Im August findet hier das größte Kunstfestival der Welt statt.
Glasgow und Ayrshire
Glasgow ist Schottlands größte Stadt, mit kostenlosen Museen, viktorianischer Architektur und einer lebendigen Musikszene. Im Südwesten bietet Ayrshire Sandstrände, berühmte Golfplätze und das Geburtshaus des Dichters Robert Burns.
Perthshire und Zentralschottland
Das grüne Herz des Landes: Perthshire hat Wälder, Flüsse, Burgen und den Scone Palace, und Stirling sowie Loch Lomond liegen ganz in der Nähe.
Die Highlands und Loch Ness
Berge, Täler und dunkle Lochs, von Glencoe bis Loch Ness und Inverness. Die North Coast 500 ist eine Autoroute rund um den hohen Norden.
Die Inseln
Skye für spektakuläre Landschaften, Mull und Iona für Natur und Geschichte, die Äußeren Hebriden für weiße Sandstrände und Orkney für jungsteinzeitliche Stätten.
Beste Reisezeit für Schottland
Von Mai bis September sind die Tage am längsten – im Juni wird es im Norden kaum dunkel – und das Wetter am mildesten. Mai und September sind oft trockener und ruhiger. Im Sommer können die Midges, winzige Stechmücken, in den westlichen Highlands lästig sein: Mückenschutz einpacken. Der Winter hat wenig Tageslicht, ist aber ideal für gemütliche Pubs, verschneite Berge und das schottische Silvester Hogmanay.
Termine zum Vormerken:
- Edinburgh Festival Fringe und die anderen Festivals in Edinburgh (August).
- Highland Games in Städten und Dörfern (Mai bis September).
- Burns Night, mit Haggis und Gedichten (25. Januar).
- Hogmanay (31. Dezember).
Unterwegs in Schottland
Anreise
Die Flughäfen Edinburgh und Glasgow sind mit ganz Europa verbunden. Mit dem Zug dauert London–Edinburgh etwa viereinhalb Stunden. Prüfe vor der Reise, ob du eine britische Electronic Travel Authorisation (ETA) brauchst: Die meisten visumfreien Reisenden, auch EU-Bürger, müssen sie beantragen.
Zug, Bus und Fähre
Züge verbinden Edinburgh und Glasgow in weniger als einer Stunde und fahren weiter nach Perth, Inverness und Aberdeen; die West Highland Line nach Fort William und Mallaig zählt zu den schönsten Bahnstrecken der Welt. CalMac-Fähren fahren zu fast allen Inseln der Westküste – im Sommer, vor allem mit Auto, früh buchen.
Mit dem Auto
Ein Auto bietet in den Highlands und auf den Inseln die größte Freiheit. Es herrscht Linksverkehr, und es gibt viele einspurige Straßen mit Ausweichbuchten: Lass andere vorbei und parke nie in den Buchten.
Reiseideen für die erste Schottland-Reise
- Eine Woche, die Klassiker: Edinburgh, Stirling, die Highlands über Glencoe, Loch Ness und Inverness.
- Zehn Tage mit einer Insel: Edinburgh, Glasgow, Loch Lomond, Glencoe und die Isle of Skye.
- Ein langes Wochenende: Edinburgh plus ein Ausflug nach Stirling oder in die Highlands.
Essen und Trinken in Schottland
Probiere Haggis mit Neeps and Tatties (Steckrübe und Kartoffeln), Cullen Skink (Suppe mit geräuchertem Schellfisch), frische Langustinen und Muscheln an der Westküste, schottisches Rindfleisch und Lachs, buttriges Shortbread und Cranachan, ein Dessert aus Sahne, Himbeeren, Honig, Hafer und Whisky. Das Full Scottish Breakfast kann Black Pudding und Tattie Scones enthalten. Und natürlich Scotch Whisky: Besuche eine Brennerei in der Speyside, auf Islay oder in den Highlands.
Praktische Tipps für Schottland
- Geld: Währung ist das Pfund Sterling (GBP). Schottische Banken drucken eigene Scheine, die im ganzen Vereinigten Königreich gelten. Kontaktloses Bezahlen funktioniert fast überall.
- Wetter: Es kann mehrmals am Tag umschlagen – zu jeder Jahreszeit Zwiebellook und Regenjacke einpacken.
- Trinkgeld: etwa 10 % im Restaurant, wenn der Service nicht inbegriffen ist; an der Bar nicht üblich.
- Einreise: Prüfe die ETA-Bedingungen vor der Buchung auf der offiziellen Website der britischen Regierung.
- Steckdosen: Typ G, 230 V – meist ist ein Adapter nötig.
- Notruf: 999 (auch 112 funktioniert).
Schottland FAQ
Wie viele Tage braucht man für Schottland?
Drei Tage für Edinburgh und eine Woche bis zehn Tage, um die Highlands und eine Insel wie Skye hinzuzunehmen.
Braucht man einen Pass, um von England nach Schottland zu reisen?
Nein. Zwischen England und Schottland gibt es keine Grenzkontrollen; es gelten dieselben britischen Einreiseregeln.
Wann sieht man in Schottland Polarlichter?
In klaren, dunklen Nächten vom Herbst bis zum frühen Frühjahr, vor allem im hohen Norden und auf den Inseln. Garantiert ist es nie.
Ist Schottland teuer?
Die Kosten sind ähnlich wie im übrigen Vereinigten Königreich. Frühes Buchen von Fähren, Zügen und Sommerunterkünften hilft, und viele große Museen in Edinburgh und Glasgow sind kostenlos.
