Marseille ist Frankreichs älteste Stadt – und eine der lebendigsten. Um 600 v. Chr. von griechischen Seefahrern aus Phokaia gegründet, ist sie eine Hafenstadt mit starker Identität, kultureller Vielfalt und einer spektakulären Lage zwischen Kalkhügeln und Mittelmeer. Dieser Reiseführer zeigt dir das Wichtigste.
Warum Marseille?
Marseille bietet Großstadtenergie mit Meer an jeder Ecke: einen lebhaften Hafen, historische Viertel, erstklassige Museen und direkt vor der Stadt die wilden Buchten des Nationalparks Calanques.
Marseille Sehenswürdigkeiten
Der Alte Hafen (Vieux-Port)
Der Vieux-Port ist das Herz von Marseille. Morgens den Fischmarkt am Kai erleben, dann mit dem Boot zu den Inseln oder an der Küste entlang.
Notre-Dame de la Garde
Die Basilika Notre-Dame de la Garde mit ihrer goldenen Marienstatue wacht über die Stadt. Von ihrer Terrasse hat man den schönsten Blick.
Le Panier
Das älteste Viertel, Le Panier, ist ein Labyrinth aus steilen Gassen, bunten Fassaden, Street Art und kleinen Läden rund um die Vieille Charité, ein ehemaliges Armenhaus und heute Kulturzentrum.
MuCEM und Fort Saint-Jean
Das MuCEM, Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers, ist über Fußgängerbrücken mit dem Fort Saint-Jean an der Hafeneinfahrt verbunden.
Die Calanques
Die Calanques – schmale Kalksteinbuchten mit türkisfarbenem Wasser – beginnen am Stadtrand. Zu Fuß nach Sormiou oder Sugiton oder per Boot.
Château d’If und die Frioul-Inseln
Boote vom Alten Hafen fahren zum Château d’If, bekannt aus *Der Graf von Monte Christo*, und zu den Frioul-Inseln.
Die Corniche und der Vallon des Auffes
Die Corniche Kennedy zu Fuß oder per Rad entlang und Halt im winzigen Fischerhafen Vallon des Auffes.
Beste Reisezeit für Marseille
Frühling und Herbst sind ideal: warm, sonnig und weniger voll. Im Sommer ist es heiß und voll, und der Zugang zu den Calanques kann an Tagen mit hoher Waldbrandgefahr gesperrt sein. Der Mistral kann zu jeder Jahreszeit kräftig wehen.
Anreise und unterwegs
Der Flughafen Marseille Provence liegt etwa 25 km vom Zentrum, mit Shuttlebus und Zug angebunden. TGV-Züge aus Paris erreichen den Bahnhof Saint-Charles in rund 3 Stunden 20 Minuten. Metro, Tram und Busse decken die Stadt ab, ein Fährboot quert den Alten Hafen.
Was man in Marseille essen sollte
Bouillabaisse, die berühmte Fischsuppe, Navettes (Orangenblütenkekse), Panisses (Kichererbsen-Fritten), Pieds paquets und provenzalische Küche, dazu ein Pastis oder ein Rosé aus Cassis oder Bandol.
Reisetipps
- Zugang zu den Calanques im Sommer auf der Website des Nationalparks prüfen.
- Auf Wertsachen achten in vollen Bereichen, wie in jeder Großstadt.
- Bouillabaisse reservieren in einem anerkannten Restaurant – ein langes, besonderes Essen.
Häufige Fragen zu Marseille
Wie viele Tage braucht man in Marseille?
Zwei bis drei Tage für die Stadt, dazu ein Tag für Calanques oder Cassis.
Lohnt sich Marseille?
Ja – authentisch, multikulturell und mit einer der schönsten Küsten Frankreichs.
