Venedig macht die Schlagzeilen, doch Venetien hat eine ganze Besetzung von Stars. Keine Stunde von der Lagune entfernt liegen Romeo und Julias Verona, Giottos Fresken in Padua, Palladios Villen, die Hügel, an denen Prosecco wächst, und die zackigen Gipfel der Dolomiten. Dieser Reiseführer zeigt dir das Beste – ohne die Massen.
Warum Venetien?
Im Nordosten Italiens reicht Venetien von der Adrialagune bis zu den Alpen. Venedig ist einzigartig auf der Welt, doch die Region bietet auch elegante Kunststädte, das Ostufer des Gardasees und einige der spektakulärsten Berglandschaften Europas.
Und sie ist ein Paradies für Genießer: die Heimat von Spritz, Tiramisu, Prosecco und Amarone.
Venetien Sehenswürdigkeiten
Venedig
Der Markusdom, der Dogenpalast, die Rialtobrücke und der Canal Grande im Vaporetto. Danach in Cannaregio und Castello verlieren und mit dem Boot zur bunten Insel Burano und zu den Glasbläsern von Murano fahren.
Verona
Eine römische Arena, in der jeden Sommer noch Opern gespielt werden, Julias Balkon, wunderschöne Plätze und eine Altstadt an der Etsch. Verona ist auch das Tor zum Gardasee.
Padua und Vicenza
In Padua markieren Giottos Fresken in der Scrovegni-Kapelle einen Wendepunkt der westlichen Kunst. Vicenza ist die Stadt des Architekten Andrea Palladio, mit Villen und Palästen auf der UNESCO-Liste.
Die Prosecco-Hügel
Zwischen Conegliano und Valdobbiadene bilden steile, mit Reben bedeckte Hügel eine UNESCO-Landschaft. Folge der Prosecco-Straße und halte bei Familienweingütern.
Die Dolomiten
Rund um Cortina d’Ampezzo bieten die Dolomiten Skifahren im Winter und spektakuläre Wanderungen im Sommer, zwischen zackigen Gipfeln, die sich bei Sonnenuntergang rosa färben.
Beste Reisezeit für Venetien
April bis Juni und September bis Oktober sind ideal für Städte und Hügel. Im Sommer lockt das Opernfestival in der Arena von Verona und das Wandern in den Dolomiten, doch Venedig ist heiß und voll. Der Winter bringt Skifahren, neblige Morgen in der Lagune und den Karneval von Venedig im Februar.
Anreise und unterwegs in Venetien
Venedig Marco Polo ist der wichtigste Flughafen, Treviso und Verona liegen ganz in der Nähe. Schnell- und Regionalzüge verbinden Venedig, Padua, Vicenza und Verona in weniger als anderthalb Stunden von einem Ende zum anderen. In Venedig bewegt man sich mit dem Vaporetto und zu Fuß. Für die Prosecco-Hügel und die Dolomiten ist ein Auto praktisch.
Venetien-Reise: Ideen
- Vier Tage: zwei Tage Venedig, dann mit dem Zug nach Padua und Verona.
- Eine Woche: Venedig, Verona mit dem Gardasee und die Prosecco-Hügel.
- Berge und Lagune: ein paar Tage Venedig, dann Cortina und die Dolomiten.
Was man in Venetien essen sollte
In Venedig isst man wie die Einheimischen Cicchetti – kleine Häppchen in den Bàcari (Weinbars) – und trinkt einen Spritz. Probiere Risotto, Sarde in saor (süß-sauer eingelegte Sardinen), Bigoli und Tiramisu, das in dieser Region erfunden wurde. Dazu: Prosecco, Soave und Amarone della Valpolicella.
Venetien Reisetipps
- Zugangsgebühr für Venedig: An Spitzentagen müssen Tagesbesucher sie zahlen und sich online registrieren – vorher den Kalender prüfen.
- Scrovegni-Kapelle vorab buchen: Die Besuche haben feste Zeitfenster.
- Vaporetto-Pass kaufen, wenn du in Venedig mehrere Fahrten machst.
- Mindestens eine Nacht in Venedig bleiben, um die Stadt nach den Tagesgästen zu erleben.
Häufige Fragen zu Venetien
Wie viele Tage braucht man für Venetien?
Vier Tage für Venedig, Padua und Verona; eine Woche, um die Prosecco-Hügel, den Gardasee oder die Dolomiten dazuzunehmen.
Besser in Venedig oder auf dem Festland übernachten?
Venedig selbst ist abends und frühmorgens magisch. Mestre ist mit dem Auto bequemer, aber die Atmosphäre fehlt – ein oder zwei Nächte in der Stadt lohnen sich.
Kann man Verona als Tagesausflug von Venedig besuchen?
Ja. Der Schnellzug braucht gut eine Stunde, also ist Verona – oder das noch nähere Padua – ein einfacher Tagesausflug.
